Schilddrüsen Knoten

Was ist die Schilddrüse?

Die Schilddrüse ist ein kleines, zweilappiges Organ an der Vorderseite des Halses und gehört zu den hormonbildenden Organen. Schilddrüsenhormone (Thyroxin=T4 und Tri- jodothyronin=T3) regeln im Zusammenspiel mit anderen Hormonen verschiedenste Stoffwechselvorgänge im Körper, entsprechend hat eine gestörte Hormonversorgung Auswirkungen auf viele Gewebefunktionen. Die Schilddrüse wird von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gesteuert. Die Hypophyse produziert das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH), das die Schilddrüse dazu anregt, T3 und T4 zu produzieren.

Was sind Schilddrüsenknoten und wer gehört zur Risikogruppe solche Knoten zu bilden?

Ein Schilddrüsenknoten ist eine Wucherung von Schilddrüsengewebe oder eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste, die einen Knoten bildet. Sie kommen häufig vor. Das Risiko, dass sich bei Ihnen Knoten entwickeln, steigt mit dem Alter an. Möglicherweise sind Sie sich nicht bewusst, dass Sie einen Knoten haben, doch Sie werden es merken, wenn er zu wachsen beginnt, besonders, wenn er sichtbar ist. Obwohl die Symptome nicht sehr häufig auftreten, kann ein Knoten, der gross genug ist, manchmal Druckgefühl, Schmerzen oder Heiserkeit verursachen oder beim Schlucken oder Atmen stören. Schilddrüsenknoten können manchmal bös- artig sein. Bei etwa 8% der Knoten bei Männern (oder 8 von 100) und bei 4% der Knoten bei Frauen (oder 4 von 100) wird Schilddrüsenkrebs festgestellt. 90 bis 95% aller Schilddrüsenknoten sind jedoch gutartig (nicht bösartig). Die Ursachen für die meisten gutartigen Knoten sind nicht bekannt, doch werden sie oftmals bei Mitgliedern derselben Familie entdeckt. Ein Jodmangel in der Ernährung ist weltweit ein verbreiteter Grund für Knoten in der Schilddrüse.

Wie werden Schilddrüsenknoten diagnostiziert?

Die meisten Schilddrüsenknoten werden bei einer Routineuntersuchung festgestellt. Wenn ein Knoten gefunden wird, wird Ihr Arzt einige Laboruntersuchungen durchführen, um herauszufinden, ob die Schilddrüsen bzw. Knoten normal funktionieren oder eine Überfunktion besteht (zu viele Schilddrüsenhormone produziert werden). Diese Laboruntersuchungen reichen jedoch nicht aus, um Schilddrüsenkrebs auszuschliessen. Um mehr Informationen zum Knoten zu bekommen, müssen daher darüber hinaus einer oder mehrere der folgenden Untersuchungen gemacht werden:
  • Feinnadelaspirationsbiopsie (FNP)
    Hierbei wird eine dünne Nadel verwendet, um Zell- bzw. Flüssigkeitsproben aus dem Knoten zu entnehmen. Anhand dieses Tests kann bestimmt werden, ob die Knoten bösartig, gutartig oder „verdächtig“ sind.
  • Schilddrüsenultraschall
    Dieser wird verwendet um ein genaues Bild von der Schilddrüse zu machen und zu bestimmen, ob der Knoten solide oder mit Flüssigkeit gefüllt (zystisch) ist. Die Ultraschalluntersuchung erlaubt nicht, bösartige von gutartigen Knoten zu unterscheiden. Die Untersuchung hilft aber im Verlaufe eine Grössenzunahme (auch geringe) der Schilddrüse festzustellen und bei der Feinnadelpunktion die Aspirationsnadel zu führen.
  • Schilddrüsenszintigraphie
    Hierbei wird eine geringe Menge radioaktiven Jods und eine spezielle Kamera verwendet, um ein Bild von der Schilddrüse zu bekommen und festzustellen, ob der Knoten Hormone produziert. Die gemessene Aktivität kann Hinweise liefern, ob es sich um Schilddrüsenkrebs handelt oder nicht. Diese Untersuchung findet üblicherweise statt, wenn Ihr Arzt vermutet, dass Sie einen „heissen“ (Knoten produziert zuviel Hormone) Knoten haben.

Wie werden Schilddrüsenknoten behandelt?

Die Behandlung ist abhängig von der Art des Schilddrüsenknotens. Bei krebsartigen oder verdächtigen Schilddrüsenknoten wird eine operative Entfernung empfohlen. Im Anschluss an die Operation kann eine Therapie mit radioaktivem Jod angewandt werden, um mögliche verbleibende Schilddrüsenzellen zu zerstören.

Andere Arten von Knoten müssen eventuell entfernt werden, wenn sie zu gross werden und beim Schlucken und Atmen Beschwerden verursachen, selbst wenn sie nicht bösartig sind.

Überfunktionierende Knoten sind fast nie bösartig, doch sie können Beschwerden einer Hyperthyreose verursachen. Diese Knoten können operativ entfernt oder mit radioaktivem Jod behandelt werden.

Jeder Schilddrüsenknoten, der nicht entfernt wird, muss von Ihrem Arzt in regelmässigen Abständen kontrolliert werden. Dies kann in Form einer körperlichen Untersuchung oder eines Schilddrüsenultraschalls oder durch beides erfolgen. Wenn der Knoten wächst, kann es sein, dass erneut eine Feinnadelbiopsie vorgenommen wird. Selbst wenn diese Biopsie zeigt, dass es sich um einen gutartigen Knoten handelt, kann Ihnen eine operative Entfernung empfohlen werden, wenn der Knoten wächst.

Was sollten Sie mit dieser Information tun?

Wenn Sie denken, dass Sie Schilddrüsenknoten haben, sollten Sie dies mit Ihrem Hausarzt besprechen. Wir sind gerne bereit Sie und Ihren Hausarzt bei den entsprechenden Abklärungen und Behandlung zu unterstützen.

Schilddrüsen Knoten

<