Metabolisches Syndrom

Was ist das metabolische Syndrom?

Der Begriff metabolisches Syndrom beschreibt eine Zusammenführung metabolischer Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit einer Herzerkrankung und eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) erhöhen. Die genaue Ursache des metabolischen Syndroms ist nicht bekannt, doch Faktoren wie zu viel Körperfett (insbesondere im Bereich der Taille) und zu wenig körperliche Betätigung fördern die Entstehung der Erkrankung.

Wenn Sie drei oder mehrere der folgenden Risikofaktoren haben, wird bei Ihnen das metabolische Syndrom diagnostiziert:

Risikofaktor Grenzwert
Bauchumfang Männer ≥ 102 cm | Frauen ≥ 88 cm
HDL-Cholesterin Männer < 1.0 mmol/L | Frauen < 1.3 mmol/L
Triglyceride (Neutralfette) ≥ 1.7 mmol/L
Blutdruck ≥ 135/85 mmHg
Nüchtern-Blutzucker ≥ 5.6 mmol/L

Wenn Sie drei oder mehr dieser Risikofaktoren aufweisen, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Körper gegen Insulin, ein wichtiges Hormon, das die Bauchspeicheldrüse produ-ziert, resistent ist. Diese Resistenz gegenüber Insulin bedeutet, dass mehr Insulin als normal benötigt wird, damit der Körper funktioniert und der Blutzuckerspiegel in einem normalen Bereich gehalten werden kann.

Wer gehört zur Risikogruppe für das metabolische Syndrom?

Das Syndrom ist vererblich und tritt beispielsweise bei Afroamerikanern und Asiaten gehäuft auf. Für alle Menschen gilt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung mit dem Alter steigt.

Sie gehören zur Risikogruppe des Syndroms, wenn Sie sich nicht viel körperlich betätigen und:
  • an Gewicht zugenommen haben (v.a. an der Taille)
  • in Ihrer Krankengeschichte Diabetes vorkommt
  • Ihr Blut einen hohen Fettanteil hat (Cholesterin, Triglyceride)
  • Sie einen hohen Blutdruck haben
Die meisten Menschen, die das metabolische Syndrom haben, fühlen sich gesund und haben möglicherweise keine Symptome. Dennoch besteht bei ihnen das Risiko, in der Zukunft lebensbedrohliche Krankheiten wie Diabetes und Herzerkrankungen zu entwickeln.

Wie wird das metabolische Syndrom behandelt?

Körperliche Aktivität und Gewichtsabnahme sind die besten Wege, die Erkrankung in den Griff zu bekommen. Zur Behandlung der Risikofaktoren wie hoher Blutdruck oder hoher Blutzucker können auch Medikamente eingesetzt werden.

Die Empfehlung lautet, sich mindestens 150 Minuten pro Woche intensiv zu bewegen. Das kann eine Bewegung im Alltag sein, z.B. rasches zu Fuss gehen, Laufen oder Velofahren. Eine Gewichtsabnahme von einigen wenigen Kilos bringt bezüglich der Werte des Metabolischen Syndroms schon signifikante Verbesserungen.

Wenn Sie denken, dass Sie Risikofaktoren für das metabolische Syndrom aufweisen, sollten Sie dies mit Ihrem Hausarzt besprechen. Gerne unterstützen wir Sie und Ihren Hausarzt in der Abklärung und Behandlung des metabolischen Syndroms.

Was sollte ich mit dieser Information tun?

Versuchen Sie, Ihren gewisse Alltagsgewohnheiten bezüglich Ernährung und Bewegung zu verändern.
Wichtig und wirksam sind schon kleine Schritte. Die Veränderungen sollten anhaltend sein - damit lassen sich Komplikationen des metabolischen Syndroms wie Herzinfarkt und Diabetes oft vermeiden.

Metabolisches Syndrom

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